Alte Schallplatten erzählen ein Stück Musikgeschichte

Seit Erfindung der CD fristen Schallplatten ein eher unbedeutendes Leben in vielen Musiktruhen. Es ist aber höchst interessant, sich mit dem Thema „Schallplatten“ etwas eingehender zu beschäftigen.

Wer aus seinem Plattenschrank eine der alten Vinylplatten hervorkramt und auf den Schallplattenspieler legt, den überfällt meist schon so etwas wie eine nostalgische Stimmung. Das glänzende schwarze Vinyl und die unvermeidlichen Nebengeräusche, das leichte Kratzen durch winzige Staubpartikel, die sich in den Rillen festgesetzt haben, ist schon fast in Vergessenheit geraten. Dabei ist diese Form der Schallplatte nicht die älteste, die man finden kann. Lange bevor Vinyl als Material zur Herstellung von Tonträgern verwendet wurde, gab es schon Schallplatten, die auf den alten Grammofonen abgespielt werden konnten.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts gab es Schallplatten aus Hartgummi. Um die Haltbarkeit zu erhöhen, wurden sie mit einer Pressmasse aus Schellack versehen. Alte Schallplatten aus Schellack mussten mit 78 Umdrehungen abgespielt werden und waren natürlich zerbrechlich. Heute gelten sie als Rarität und sind teilweise teure Sammlerstücke geworden. Vinylschallplatten wurden im Jahr 1948 eingeführt. Hier konnte die Umdrehungszahl von 78 auf 45 für Singles und 33 Umdrehungen für Langspielplatten reduziert werden. Die Abspielgeräte wurden auf die veränderten Bedingungen angepasst. Heute gibt es kaum noch Plattenspieler, mit denen man auch die alten Schellackplatten abspielen könnte.