Bügelfreie Hemden: ein Mythos oder Wirklichkeit?
Gepflegte Kleidung hinterlässt bei Chef, Kollegen und Kunden einen positiven Eindruck. Wem die Zeit fehlt, sein verknittertes Oberhemd zu bügeln, für den kommt die bügelfreie Variante in Betracht.
Wer Wert auf ein tadelloses Auftreten legt oder jobbedingt legen muss, für den zählt das Bügeln zu den notwendigen Übeln des Alltags - nur so lassen sich unschöne Knitterfalten zuverlässig beseitigen. Einige Hersteller haben es sich zur Aufgabe gemacht, mit bügelfreien Hemden für Büro und Freizeit den Arbeitsaufwand zu verringern.
Die Knitterfreiheit wird entweder durch das Einweben synthetischer Fasern oder durch die chemische Behandlung des Stoffes mit Formaldehyd und Kunstharzen erreicht. Doch bügelfreie Hemden halten nicht immer das, was der Hersteller verspricht. In verschiedenen Tests wurde festgestellt, dass auch hier nach dem Waschen und Trocknen die Faltenbildung nicht ausgeschlossen werden kann. Besonders im Bereich der Knopfleiste, der Taschen und des Kragens kann ein Nachbügeln notwendig sein, da dort die Knitterbildung teilweise erheblich war. Wiederholte Maschinenwäschen können zudem die glättenden Substanzen nach und nach aus dem Stoff herauslösen – früher oder später muss man also wieder das Bügeleisen benutzen. Die speziellen Hemden haben aber auch Vorteile: Hängt man sie nach der Wäsche auf und streicht sie glatt, wird die Faltenbildung deutlich reduziert. Das Bügeln geht aufgrund des Herstellungsverfahrens zudem meist leichter von der Hand als bei unbehandelten Hemden. Hier kann also durchaus Zeit und Mühe eingespart werden.
Allergiker und Menschen mit sensibler Haut sollten sich im Vorfeld unbedingt informieren, wie das Kleidungsstück hergestellt wurde, um Hautirritationen zu vermeiden. Produkte aus reiner Baumwolle oder Leinen, die nicht chemisch bearbeitet wurden, sind in diesem Fall empfehlenswerter.