Resource Management als fachübergreifende Disziplin

Mit Resource Management rücken sämtliche Resourcen eines Unternehmens in den Focus der Betrachtung. Die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens kann so entscheidend verbessert werden.

Nachhaltige und weitsichtige Planung und Organisation eines Unternehmens ist in den Jahren nach der Finanzkrise wichtiger als je zuvor. Genau zu wissen, über welche Ressourcen ein Unternehmen verfügt, ermöglicht erst, die Entscheidungen für die Zukunft realistisch zu treffen. Im volkswirtschaftlichen Verständnis sind Ressourcen die klassischen Produktionsfaktoren wie Arbeit, Grund und Boden, Umwelt und Kapital. Rohstoffe, aber auch Ausbildung der Mitarbeiter und Zugang zu Forschungsergebnissen, sind in die Ressourcenbetrachtung einzubeziehen.

Resource Management sollte fester Bestandteil eines Unternehmens sein. Denn nur so sind die Voraussetzungen exakt zu beschreiben, die das unternehmerische Handeln bestimmen. Das Unternehmen gewinnt bei der Definition dieser Voraussetzungen Klarheit über seinen aktuellen Status, aus der Folgerungen für ein zukünftiges Handeln abgeleitet werden können. Resource Management ist keine einseitige, sondern immer eine vielschichtige Betrachtung,in die neben materiellen Aspekten der Produktion immer auch kulturelle und soziale Aspekte des Unternehmens und der Mitarbeiter einfließen.

Der Umgang mit den Ressourcen sollte deshalb nicht nur durch eine fachliche Brille gesehen werden, zum Beispiel die eines Betriebswirtschaftlers. Verengte Sichtweisen sind in dieser modernen Form des Betriebsmanagements nicht gefragt. Zahlreiche Unternehmen sind dazu übergegangen, Teams zu bilden, in den Philosophen und Mathematiker, Soziologen und Pädagogen mit Volks- und Betriebswirtschaftlern an neuen, nachhaltigen Strategien für das Unternehmen arbeiten, die auch moralischen und ethischen Ansprüchen gerecht werden.

Nur Unternehmen, die neben materiellen und technischen Prozessen auch die immateriellen Vorgänge im Unternehmen beachten, dabei besonders die sozialen und mentalen Bedürfnisse der Mitarbeiter, können mit nachhaltigem Erfolg rechnen, ihre Unternehmensziele stabilisieren und zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Resource Management wird als Begriff auch in der Informatik und der Lagerstättenkunde verwendet. Nimmt man noch seine Verwendung in der Psychotherapie dazu, dann wird klar, dass es sich hier um einen multidiskursiven Begriff handelt. Er bezeichnet das Gegenteil von Scheuklappen, vielmehr einen ergebnisoffenen Blick auf verschiedene Aspekte des unternehmerischen Denkens und Handelns.