Tierheilpraktiker Ausbildung – was zu beachten ist.
Unzählige private Schulen bieten in Deutschland die Tierheilpraktiker Ausbildung an. Die Qualitätsunterschiede sind jedoch enorm. Deshalb gilt es, sich vor der Anmeldung ausführlich und umfassend zu informieren.
Die Arbeit mit Tieren ist für viele ein Traumberuf. Ein tiermedizinisches Studium dauert lang und setzt vor allem Abitur mit sehr gutem Abschluss voraus. Pro Studienplatz gibt es derzeit fünf Bewerber, so dass es sich recht schwierig gestaltet, überhaupt einen Studienplatz zu bekommen. Die Tierheilpraktiker Ausbildung bietet hier eine Alternative, zumal das Studium der Tiernaturheilkunde auch noch auf dem zweiten Bildungsweg sehr gut möglich ist. Das Studium setzt keinerlei medizinischen Kenntnisse voraus; einzige Bedingungen sind die Vollendung des 21. Lebensjahres sowie ein Schulabschluss. Einige Humanheilpraktikerschulen bieten die zusätzliche Tierheilpraktiker Ausbildung an, wobei zunächst der Unterricht im Humannaturheilverfahren absolviert und im Anschluss daran das Zusatzstudium begonnen wird. Der Beruf ist gesetzlich nicht geschützt und der Studierende muss keine staatlich anerkannte Abschlussprüfung ablegen, dennoch ist er in der Ausübung seines Berufes einigen Gesetzen unterworfen, wie z.B. dem Tierschutzgesetz, dem BGB sowie dem Seuchenrecht.
Einige Institute beschränken sich auf das Studium im Fernunterricht. Die praktische Erfahrung, die zur erfolgreichen, späteren Ausübung des Berufes zwingend erforderlich ist, bleibt hier allerdings auf der Strecke. Dem Fernstudenten sei daher dringend angeraten, sich parallel um mehrere geeignete Praktika bei bereits niedergelassenen Heilpraktikern zu bemühen. Tierheilpraktiker ist ein Beruf, der ohne genügend Anschauungsunterricht und genügend Praxis faktisch nicht auszuüben ist. Auch eine Vorbereitung auf die zukünftige sichere Selbständigkeit des Schülers ist bei Fernunterrichts-Angeboten meist nicht gegeben. Oft fehlt auch die persönliche Beratung und Betreuung während und vor allem nach der Ausbildung.
Erhebliche Unterschiede gibt es auch bei den Schulkosten der verschiedenen Einrichtungen: Die Preise liegen zwischen 4.000 und 10.000 Euro. Hinzu kommen Kosten für Wochenend-Block-Seminare, Unterrichtsmaterial u. v. m. Im Durchschnitt beträgt die Ausbildungszeit 2 Jahre. Bei der Auswahl der Schule sollte darauf geachtet werden, dass sowohl die wöchentliche Stundenzahl hoch ist; gleichfalls sollte die Qualifikation der Dozenten eine besondere Beachtung finden. Empfehlenswert ist es, vor dem Start die eine oder andere Probevorlesung zu besuchen. Ebenso hilfreich bei der Auswahl der Schule ist ein Preis-Leistungsvergleich, d. h. welche Inhalte werden geboten, wie hoch sind die Kosten pro Stunde etc.